header koerperglueck 3

 

 

Gedanken und Zitate zu unserem Thema.

 

Aus dem Licht geboren - von außen fremdbestimmt - in die Unzufriedenheit gesunken und durch Selbstverantwortung wieder zurück ins Licht. Dies ist meine Geschichte, vielleicht ist es auch deine?

Wann warst du das letzte Mal so richtig glücklich und ausgelassen? Hast du dich jemals richtig mit dir in Verbindung gefühlt? Gestaltest du selbstbestimmt dein Leben? In der frühesten Kindheit wurden wir geprägt und haben bestimmte Überlebensstrategien entwickelt. 

Ich gehöre zu der Generation, die insbesondere nachts alleine gelassen wurde. Ich habe mir, laut Erzählung meiner Mutter, immer wieder die Seele aus dem Leib geschriehen. Meine Mutter kam kurz, hat mich beruhigt und ging wieder. Das hat sich wohl etliche Male in der Nacht und in weiteren Nächten wiederholt.

Heute weiß ich; ein Säugling, ein kleines Kind was alleine gelassen wird hat Todesängste (In der freien Natur, wäre es zum Tode verurteilt gewesen) es kann noch nicht verstehen, dass die Mutter zurückkommt. Wenn dies immer wieder vorkommt, spaltet sich das Kind von seinen Gefühlen, von seinem Körper, von seinen Bedürfnissen ab, sonst würde es nicht überleben.
Es ordnet sich einem fremden System (dem Handeln der Bezugspersonen) unter. Es lernt unangenehme Situationen (Hunger, Angst, volle Windel, Lärm, emotionale Übergriffe, Missbrauch…..) über sich ergehen zu lassen, Hauptsache es überlebt. Und das Kind entwickelt seine eigenen Überlebensstrategien*.

Ich wurde erstmal immer stiller, habe mich immer mehr zurück genommen und zurückgezogen, habe mich selber immer weniger gespürt. Später wurde ich dann aufmüpfig, habe mich verweigert, habe grundsätzlich immer erstmal nein gesagt. Vor allen Dingen nein zum Leben, zum Glücklich sein, zum Ausgelassen sein, zur Leichtigkeit. Alles war schwer, alles hat nicht gepasst. Eine große Unzufriedenheit breitete sich in mir aus und die war sehr groß und sehr stabil und hat mich viele Jahrzehnte begleitet. Ich habe viele Jahre Therapie gemacht, Gesprächs- und Verhaltenstherapie, Gruppentherapie, Bonding, Familienstellen, Systemisches Arbeiten, arbeiten mit dem inneren Kind etc. Das alles hat mich überleben lassen. Meine Gruppenmitglieder waren mein Familienersatz. Sie haben mich begleitet, unterstützt und gefördert. Ich bin so dankbar dafür.

Um mich von meinen alten Familienstrukturen abzugrenzen habe ich mich umbenannt.
Von Sabine gleich Nein zum Leben, nenne ich mich seit 1994 Sabinja gleich Ja zum Leben, zum Licht, zur Liebe, zur Leichtigkeit. Aber was der entscheidende und wirklich erlösende Schritt war, und der kam wirklich sehr spät, war sich meiner Unzufriedenheit zu stellen. Diese Unzufriedenheit, dieses tolle übernommene Familiengebilde wurde von mir noch mehr ausgebaut und verfestigt.
So schön stabil und beständig schützte es mich Jahrzehnte. Ja wovor es mich mal schützen sollte weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr, aber es schützte mich letztendlich davor Selbstverantwortung zu übernehmen. Es war so viel einfacher so zu bleiben wie ich bin bzw. war, nämlich unzufrieden, nörgelnd, gelangweilt, teilweise sogar lebensmüde, mich selbst hassend, unlebendig. Ich war ein Opfer. Anderen Menschen und dem System ausgeliefert. Aber in mir war schon immer eine Kraft. Und heute weiß ich, dass es meine Selbstliebe ist, die mich immer wieder bewog hinzuschauen, etwas ändern zu wollen, nicht aufzugeben, weiter zu machen. Ich habe diese Kraft ganz sicher von meiner Oma Lina und ich denke und hoffe, dass jeder so jemanden hat oder hatte in seinem Leben. Irgendwo gibt es so einen Menschen, schau mal hin.

*Jeder entwickelt seine Überlebensstrategie; wir werden zum Kämpfer und wüten durchs Leben, wir werden Streber und karrieregeile mit Ellbogen bewaffnete Leiterstürmer, wir werden Opfer und Versager, wir werden Täter und schlagen um uns verbal oder körperlich oder entwickeln ein Helfersyndrom, wir werden zum Verführer oder mutieren zur Obermutti, wir werden zur Hure oder zum Sklaventreiber, manche zum Selbstmörder. (Ich habe immer nur eine Geschlechtsform genannt, aber es gilt natürlich jeweils für alle Geschlechter)

Wir sind Getriebene, fremdgesteuert. Wir machen das alles um zu…..überleben. Aber geht es uns gut damit. Schaue dich um, spüre in dich hinein. Lebst du wirklich aus dir heraus, nach deinen eigenen Urbedürfnissen? Und ich meine nicht, vollkommen egoistisch und rücksichtslos durchs Leben zu stolpern und über Leichen zu gehen. Bist du glücklich und zufrieden, lebendig, dankbar und froh? Übernimmst du wirklich die volle Verantwortung für dein Leben, dein Wohlbefinden, deine Gesundheit, dein Sein? Nur so geht es, das habe ich endlich begriffen. Niemand kann dir wirklich helfen, keine Therapie, keine Kur, kein Arzt, keine Meditation, kein Yoga, kein Coach etc. All das kann dich begleiten und unterstützen, aber es ist deine eigene Entscheidung für dein Leben die volle Verantwortung zu übernehmen, das kann dir niemand abnehmen. Ich habe mich auf den Weg gemacht. Komm doch mit. Es tut gar nicht weh, es ist nur ungewohnt, aber super spannend Neuland in sich selbst zu entdecken und immer mehr in die pure Lebensfreude zu kommen und seine Potenziale zu entfalten.

Mit meinen Angeboten in Gruppen und in Einzelsitzungen, möchte ich dich dabei unterstützen mehr in deine Selbstliebe, mehr mit deinen Körper, deinen ureigenen Grundbedürfnissen in Kontakt zu kommen, deine Grenzen zu hinterfragen und eventuell zu verschieben und immer mehr die Eigenverantwortung zu übernehmen für dich, dein Wohlbefinden und deine Gesundheit. Lasst uns den alten Ballast abwerfen und unsere unverfälschte, unverwässerte Lebensfreude zurück erobern.
Fühl dich frei du selbst und glücklich zu sein. Sabinja 2019

 

Flirt oder Belästigung.
Die #metoo Debatte hat auch in mir negative Erinnerungen geweckt, aber zum Glück hat sich einiges gewandelt und Frauen wie Männer sind offener geworden und sprechen über Bedürfnisse, Ängste, Wünsche und Sorgen. Saleem Matthias Riek schlägt vor Flirten zum Volkssport zu machen. Ich bin dabei und biete bei meinen Veranstaltungen einen geschützten Rahmen flirten zu lernen und flirten auch zu genießen.
In gegenseitigem Respekt und Achtung spielerisch auf Entdeckungsreise gehen. Kommunizieren, anstatt zu verurteilen. Auch hier gilt es Selbstverantwortung zu übernehmen und weder zum Opfer, noch zum Täter und auch nicht zum Retter zu werden.  Wer tiefer eintauchen möchte in die Materie folge diesem link zu Saleem`s Blog:
https://blog.saleem-matthias-riek.de/flirten-als-volkssport/


Das Konsens Rad - das 1x1 der achtsamen Begegnung

Dank Annette Jahn habe ich das Konsens Rad von Dr. Betty Martin kennen gelernt. www.bettymartin.org
Das 1x1 der Begegnungen.
Wie sieht es bei dir aus? Empfängst du lieber als zu dienen? Bist du eher passiv oder aktiv? Sind deine Grenzen klar oder erträgst du immer wieder etwas? Drängst du dich auf oder bist du ein Sklaventreiber? Kannst du genauso gut nehmen wie geben? Das Leben ist ein großer Abenteuerspielplatz. Lass uns spielerisch herausfinden wie wir sind, was wir brauchen, wo unsere Grenzen sind und wie wir aus dem ich und dem du ein lebendiges wir gestalten können. Lasst uns mehr Offenheit, Verständnis und Liebe in die Welt bringen. Sabinja

 

Gehalten werden und Frieden finden

Gerade habe ich jemanden gehalten und bin selber ganz erfüllt davon.

Vor fast 20 Jahren saß ich mit meinen Kolleginnen zusammen. Ein 3 Jähriges Kind hat mich in dieser Runde zur Weißglut gebracht und ich äußerte dies total entnervt als die Mutter mit dem Kind endlich weg war.
Da antwortete der einzige Mann in der Runde auf meine Frage, was man mit so einem anstrengenden Kind anstellen könnte mit: "Festhalten" und ich fing furchtbar an zu weinen. Ja, das ist das wonach ich mich immer gesehnt habe, gehalten werden ohne etwas leisten zu müssen!

Und heute kann ich diese wunderbare Sache in die Welt bringen.

Sabinja Buchholz

Berührung ist Nahrung für Körper und Seele

Berührung ist - manchen nicht so bewusst - Nahrung für Körper und Seele.
Liebevolle und achtsame Berührungen tragen stark zu einem positiven Lebensgefühl bei.
Ängste, Hemmungen und die Unfähigkeit, zum richtigen Zeitpunkt nein zu sagen, lassen jedoch viele Menschen, Berührungen aus dem Weg gehen.
Saleem Matthias Riek

Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus.
Marie von Ebner-Eschenbach

Es gibt keine Grenzen. Weder für Gedanken noch für Gefühle. Es ist die Angst, die immer Grenzen setzt.
Ingmar Bergmann

Wenn wir berührt werden fühlen wir uns vollkommen angenommen und respektiert. Berührung macht uns also viel stabiler und unser Selbstbewusstsein wächst. Menschen, die sich häufiger berühren gehen freundlicher mit einander um. Stell dir vor, du würdest deine Kollegen/innen morgens alle mit einer Umarmung begrüßen oder deinen "Feind" umarmen! Wir könnten so vielleicht manchen Zwist verhindern und unser Leben liebenswerter gestalten. Die Idee von "free hugs" könnte vielleicht sogar ganze Kriege verhindern, es müssten nur genügend Menschen mit machen!
Sabinja

Stern: Ihre Eltern haben Sie nie in den Arm genommen 
Maude Julien: Sie haben mich überhaupt nicht berührt. Köperlicher Kontakt war verboten. Wenn ich heute nicht völlig gestört bin, dann liegt es daran, dass ich für soziale Interaktionen so wichtige Hormone wie Oxytocin durch das Streicheln unserer Tiere ausbilden konnte. Die Tiere haben meinen Verstand gerettet.
Stern Nr.45  vom  29.10.2015  Zitiert aus dem Artikel: Gefangen

Wo wir an Angst und Scham festhalten, verzichten wir darauf, aus unserem natürlichen Sein heraus zu leben und dafür dankbar sein zu dürfen.  Aus dem Buch: "Stille spricht deutlicher als Worte" Ezra Bayda, Jash Bartok

 

 

 

© buske-grafik 2015